Von einer Allergie spricht man, wenn der Körper mit einer überschießenden, krankhaften Immunreaktion auf körperfremde, an sich unbedenkliche Fremdstoffe (Allergene) reagiert. Schon geringe Mengen dieser Allergene reichen, um allergische Reaktionen wie juckende, brennende Augen, eine laufende oder verstopfte Nase oder Hautausschläge auszulösen. Es gibt vier verschiedene Typen von Allergien, wobei Typ-I-Allergien vom Sofort-Typ und Typ-IV-Allergien vom Spät-Typ am häufigsten auftreten. Bei Typ-I-Allergien kommt es innerhalb kurzer Zeit – von Sekunden bis zu maximal 24 Stunden nach Kontakt mit dem Allergen – zu allergischen Beschwerden. Der Klassiker unter den Sofort-Typ-Allergien ist der Heuschnupfen.
Im Gegensatz dazu treten Symptome beim Typ-IV-Typ in der Regel erst nach Tagen auf. Typische Beispiele für diese Spät-Typ-Allergien sind die Nickel-Allergie und Allergien auf Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Allergien von Unverträglichkeiten, denen unterschiedlichste andere Krankheitsmechanismen zugrunde liegen können. So basiert die Lactoseintoleranz etwa auf einem Enzymmangel, die echte Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) wiederum ist eine Autoimmunerkrankung.
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